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Nährstoff · vitamin d

Vitamin D: Funktion, Bedarf und worauf es bei Präparaten ankommt

Redaktion vitatheke

Redaktionsteam für Ernährung & Nahrungsergänzung. Inhalte werden recherchiert und per Mehr-Modell-KI-Cross-Check auf Konsistenz und EU-Konformität geprüft.

Geprüft · Redaktion vitatheke (KI-Cross-Check) · KI-Cross-Check mit Claude Opus 4.8, GPT-5

Stand · Veröffentlicht 24. Juni 2026

Vitamin D nimmt unter den Vitaminen eine Sonderstellung ein: Der Körper kann es bei ausreichender Sonneneinstrahlung selbst in der Haut bilden. In unseren Breiten reicht die Sonne im Winterhalbjahr dafür aber oft nicht aus – weshalb die Versorgung gerade zwischen Oktober und März ein Thema ist. Dieser Ratgeber fasst zusammen, was gesichert ist: Funktion, Bedarf, Versorgungslage und worauf du bei Präparaten achten solltest.

Welche Funktionen Vitamin D hat

Über die Wirkung von Vitamin D dürfen in der EU nur Aussagen verwendet werden, die wissenschaftlich geprüft und offiziell zugelassen sind (Health-Claims- Verordnung). Diese zugelassenen Aussagen sind:

Geprüfte EU-Aussagen

Was vitamin d laut EU leisten darf

  • Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

    Quelle für Vitamin D (mind. 15 % NRV pro Portion).

  • Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei.

    Quelle für Vitamin D (mind. 15 % NRV pro Portion).

  • Vitamin D trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei.

    Quelle für Vitamin D (mind. 15 % NRV pro Portion).

  • Vitamin D trägt zu einer normalen Aufnahme/Verwertung von Calcium und Phosphor bei.

    Quelle für Vitamin D (mind. 15 % NRV pro Portion).

Zugelassene Angaben gemäß EU-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006.

Aussagen, die darüber hinausgehen – etwa zur Vorbeugung oder Behandlung von Krankheiten – sind rechtlich nicht zulässig und in diesem Ratgeber bewusst nicht enthalten.

Wie der Körper Vitamin D bildet

Der größte Teil der Versorgung stammt nicht aus der Ernährung, sondern aus der körpereigenen Bildung: Trifft UV-B-Strahlung auf die Haut, wird dort Vitamin D gebildet. Wie viel entsteht, hängt von Jahreszeit, Tageszeit, geografischer Breite, Hauttyp, Alter und der bedeckten Hautfläche ab. In Deutschland steht im Winterhalbjahr zu wenig UV-B zur Verfügung, um nennenswert Vitamin D zu bilden – der Körper zehrt dann von den im Sommer angelegten Speichern.

Bedarf: Was die DGE empfiehlt

Lässt sich der Bedarf nicht durch körpereigene Bildung decken, gilt in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein Schätzwert von 20 µg Vitamin D pro Tag (entspricht 800 I.E.) für Jugendliche und Erwachsene. Die Einheit lässt sich leicht umrechnen:

  • 1 µg = 40 I.E. (Internationale Einheiten)
  • 20 µg entsprechen also 800 I.E.

Der gemessene Versorgungsstatus wird über den Blutwert 25-Hydroxy-Vitamin-D (25-OH-D) bestimmt – nicht über die zugeführte Menge allein.

Versorgungslage in Deutschland

Erhebungen zeigen, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung – besonders im Winter – die zur Knochengesundheit wünschenswerten Blutwerte nicht erreicht. Häufiger betroffen sind unter anderem:

  • ältere Menschen (die Eigenbildung in der Haut nimmt mit dem Alter ab),
  • Menschen mit dunklerem Hauttyp,
  • Personen, die sich selten oder nur vollständig bedeckt im Freien aufhalten,
  • pflegebedürftige oder immobile Menschen.

Ob eine Ergänzung sinnvoll ist, lässt sich am sichersten über eine ärztliche Bestimmung des 25-OH-D-Werts klären.

Vitamin D über die Ernährung

Nur wenige Lebensmittel enthalten nennenswerte Mengen Vitamin D. Die wichtigsten:

LebensmittelVitamin D (ca.)
Fetter Seefischhoch
Eigelbmittel
Bestimmte Speisepilzemittel
Angereicherte Produkteje nach Produkt

Über die Ernährung allein werden die Referenzwerte in der Praxis selten erreicht – ein weiterer Grund, warum die Eigenbildung über die Sonne so wichtig ist.

Präparate: Was du wissen solltest

Wenn du eine Ergänzung in Betracht ziehst, helfen ein paar Grundlagen:

  • D3 statt D2: Cholecalciferol (D3) gilt als die für den Menschen besser verwertbare Form gegenüber Ergocalciferol (D2).
  • I.E. vs. µg: Achte auf die Dosis pro Einheit und rechne um (1 µg = 40 I.E.).
  • Kombination mit Vitamin K2: Viele Präparate kombinieren D3 mit K2. Das ist verbreitet, eine pauschale Notwendigkeit lässt sich daraus aber nicht ableiten.
  • Sicherheit / Obergrenze: Die EFSA nennt für Erwachsene eine tolerierbare Gesamtzufuhr von 100 µg pro Tag (4.000 I.E.) aus allen Quellen. Höhere Dosierungen gehören in ärztliche Hand, da Vitamin D als fettlösliches Vitamin im Körper gespeichert wird.

Worauf beim Kauf achten

Sinnvolle Kriterien sind eine klar deklarierte Dosis, die Form (D3), eine nachvollziehbare Herkunft und ein passendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Konkrete Produkte mit diesen Kriterien vergleichen wir in unserem Vitamin-D-Präparate-Vergleich.

Quellen

  1. DGE – Referenzwerte für die Vitamin-D-Zufuhr
  2. EFSA – Dietary reference values for vitamin D (2016)
  3. EFSA – Tolerable upper intake level for vitamin D
  4. Robert Koch-Institut – Vitamin-D-Status in Deutschland